Schule und KI: Große Chancen, ungleiche Voraussetzungen
Ob zur Vorbereitung oder direkt im Unterricht – insgesamt nutzen bereits 58 Prozent der Lehrkräfte KI für schulische Zwecke (2024: 51 Prozent). Sechs Prozent setzen KI täglich ein, weitere 24 Prozent mindestens einmal pro Woche und 28 Prozent seltener als einmal wöchentlich.
Im Mittelpunkt der bisherigen Nutzung steht vor allem die Vermittlung von KI-Kompetenzen: 44 Prozent der Lehrkräfte setzen KI im schulischen Kontext ein, um Schülerinnen und Schülern die Technologie zu erklären. 43 Prozent nutzen sie generell zur Wissensvermittlung im Unterricht.
Darüber hinaus nutzen Lehrkräfte KI zunehmend auch für die eigene Unterrichtsgestaltung: Rund ein Viertel (26 Prozent) verwendet sie zur Vorbereitung des Unterrichts, 23 Prozent zur Individualisierung von Unterrichtsmaterialien.
Damit KI im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden kann, sind allerdings entsprechende digitale Rahmenbedingungen an den Schulen entscheidend. Hier gibt es nach wie vor große Ungleichheiten: Die technische Ausstattung und Infrastruktur an ihrer Schule bewertet nur rund die Hälfte (48 Prozent) der Lehrkräfte als eher gut (23 Prozent) oder sehr gut (25 Prozent). Bei 49 Prozent ist sie hingegen eher schlecht (27 Prozent) oder sogar sehr schlecht (22 Prozent).
Alle Inhalte auf einen Blick:
- Herausforderungen an deutschen Schulen
- Digitale Ausstattung und Infrastruktur
- KI im Schulalltag: Einsatz und Nutzung
- Einstellungen zu Künstlicher Intelligenz im Schulalltag
- Digitalkompetenzen von Lehrkräften
- Politische Forderungen für mehr digitale Bildung
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 501 Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe 1 und 2 an Hauptschulen, Schulen mit mehreren Bildungsgängen, Realschulen, Gymnasien, integrierten Gesamtschulen und Waldorfschulen telefonisch befragt, davon 294 Lehrkräfte, die KI für schulische Zwecke nutzen. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 22 bis KW 26 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ.
