9 von 10 Deutschen stoßen auf "Fake News"
Soziale Medien sind für viele Menschen ein wichtiger Zugang zu Nachrichten und aktuellen Informationen – insbesondere für jüngere Generationen. Knapp die Hälfte der unter 30-Jährigen (47 Prozent) informiert sich dort zunächst über aktuelle Nachrichten. Auch bei den über 65-Jährigen nutzen inzwischen 18 Prozent soziale Medien als erste Informationsquelle.
Gleichzeitig fällt es vielen schwer, Informationen in sozialen Medien richtig einzuordnen. Fast zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) geben an, dass sie Nachrichten nur schwer auf ihre Verlässlichkeit prüfen können. Zudem berichten neun von zehn (95 Prozent), bereits auf Fake News gestoßen zu sein – also auf bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen.
Besonders häufig werden Fake News in Themenbereichen wahrgenommen, die den Alltag und die aktuellen Schlagzeilen prägen. An erster Stelle stehen die USA und die US-Politik (74 Prozent), gefolgt von Kriegen und internationalen Konflikten (63 Prozent) sowie Wirtschaft und Preisen (58 Prozent).
Neben Fake News begegnen immer mehr Befragte auch Deepfakes: 61 Prozent geben an, bereits damit in Berührung gekommen zu sein – vor allem in Form von Videos (87 Prozent) und Bildern (73 Prozent), seltener auch in Form von Audioinhalten (25 Prozent).
Die Mehrheit der Befragten, denen bereits Fake News und Desinformationen im Internet begegnet sind, wünscht sich daher klare Konsequenzen: 87 Prozent sprechen sich dafür aus, deren bewusste Verbreitung zu bestrafen. 84 Prozent fordern zudem Sanktionen gegen diejenigen, die solche Inhalte gezielt erstellen.
Alle Inhalte auf einen Blick:
- Nutzung und Einstellungen zu sozialen Netzwerken
- Gründe für die Nutzung sozialer Netzwerke
- Bedeutung sozialer Netzwerke als Informationsquelle
- Begegnung mit Fake News und relevante Themenfelder
- Begegnung mit Deepfakes und deren Erscheinungsformen
- Forderungen nach Aufklärung zu Fake News und Desinformationen
- Forderungen nach Sanktionen gegen die Verbreitung und Erstellung von Fake News und Desinformationen
Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.006 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand zwischen KW 12 und KW 17 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ.
