KI auf dem Amt? – Die große Mehrheit sagt Ja
Die Menschen in Deutschland wünschen sich eine digitale Verwaltung, die ihnen den Alltag erleichtert. 73 Prozent der Bürgerinnen und Bürger möchten, dass Behörden von sich aus auf sie zukommen – etwa, wenn ihnen Kindergeld oder BAföG zusteht oder ein Ausweis verlängert werden muss. Wie weit die Verwaltung dabei gehen soll, ist unterschiedlich: 30 Prozent möchten automatisch über mögliche Leistungsansprüche informiert werden. 32 Prozent würden es begrüßen, wenn die Behörde direkt nachfragt, ob sie eine Leistung in Anspruch nehmen möchten. 11 Prozent wünschen sich, dass die Behörde die Leistung automatisch beantragt.
Auch bei laufenden Anträgen erwarten die Bürgerinnen und Bürger mehr Transparenz und weniger Aufwand. 85 Prozent möchten jederzeit online nachvollziehen können, wie weit die Bearbeitung ihres Antrags fortgeschritten ist und wie lange sie voraussichtlich noch dauert. 62 Prozent sprechen sich zudem für einen stärkeren Datenaustausch zwischen Behörden aus, damit Bürgerinnen und Bürger ihre Angaben nicht immer wieder neu machen müssen.
Große Zustimmung gibt es auch zum Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI): 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger wünschen sich, dass KI bei der Bearbeitung ihrer Anträge zum Einsatz kommt. Im Vorjahr waren es noch 63 Prozent.
Alle Inhalte auf einen Blick:
- Zufriedenheit mit Behördenkontakten
- Einschätzung des Digitalisierungsgrads der Verwaltung
- Gewünschte digitale Angebote in der Stadt/Gemeinde
- Mögliche Einsatzbereiche von KI bei behördlichen Aufgaben
- Einstellungen und Meinungen zur Digitalisierung der Verwaltung
Grundlage der Angaben ist eine Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 33 bis KW 37 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ.
