KI kommt in der Liebe an
Künstliche Intelligenz ist immer für einen da, wenn man sie braucht. Bereits ein Viertel derjenigen, die Chatbots nutzen, empfinden die KI manchmal wie eine digitale Bezugsperson (26 Prozent). Unter den unter 30-Jährigen sagt dies sogar ein Drittel (32 Prozent). Ein Zehntel (11 Prozent) fühlt mitunter emotionale Verbundenheit zur KI.
Fast jede und jeder Fünfte, die bzw. der KI nutzt (18 Prozent), hat sie bereits für Fragen rund um Familie, Freundschaft oder Partnerschaft eingesetzt. Bei KI-gestützter Kommunikation im direkten Austausch zeigt sich allerdings eine starke Ambivalenz. 61 Prozent finden es befremdlich, wenn jemand mit Hilfe von KI mit ihnen kommuniziert.
32 Prozent der KI-Nutzerinnen und -Nutzer verwenden KI außerdem zum Umgang mit Persönlichkeitsthemen im Job, also den Umgang mit Stress oder der persönlichen Entwicklung. 20 Prozent kümmern sich mithilfe von KI um ihre mentale Gesundheit. 20 Prozent sagen dabei sogar, es gebe Dinge, die sie nur der KI anvertrauen, nicht aber Menschen. Bei den unter 30-Jährigen sind es 32 Prozent. Und 38 Prozent geben an, sich von der KI häufig gut verstanden zu fühlen, von den unter 30-Jährigen sagt das sogar jede und jeder Zweite (50 Prozent).
Nach den Chatbots, die beim Formulieren und Sortieren helfen, kommt die nächste Stufe: KI-Avatare, die nicht nur „mitdenkt“, sondern als Gegenüber auftritt. Gut jede und jeder Fünfte (18 Prozent) kann sich vorstellen, einen solchen KI-Avatar zu nutzen, Männer deutlich häufiger (23 Prozent) als Frauen (13 Prozent). 5 Prozent der Männer und 4 Prozent der Frauen geben an, bereits einen KI-Avatar zu haben.
Aktuell sehen zwei Drittel (65 Prozent) KI eher als Risiko für Beziehungen und Freundschaften und 22 Prozent als Chance und mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) geht demnach davon aus, dass KI menschliche Beziehungen in den nächsten 10 Jahren grundlegend verändern wird. Insgesamt zeigt sich dabei ein deutlicher Generationenunterschied: Je jünger die Menschen, desto stärker ist KI in ihrem Beziehungs- und Liebesleben angekommen.
Alle Inhalte auf einen Blick:
- Digitale Kommunikation und ihre Rolle im Alltag
- Einfluss digitaler Technologien auf Beziehungen (Chancen und Belastungen)
- Bedeutung von persönlicher vs. digitaler Nähe
- Einsatz von KI für Beziehungs-, Alltags- und persönliche Themen
- Wahrnehmung von KI in der Kommunikation
- KI als emotionaler Begleiter und Veränderung von Nähe und Vertrauen
- KI-Avatare und neue Formen digitaler Partnerschaft
- Zukunft von Beziehungen: Risiken, Chancen und gesellschaftlicher Wandel
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.449 Internetnutzende ab 16 Jahren in Deutschland online befragt, darunter 1.004 KI-Nutzende. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 3 bis KW 4 2026 statt. Die Gesamtumfrage ist repräsentativ.
