Ohne Internet steht nach einem Tag alles still
Hybride Angriffe werden von der Wirtschaft zunehmend als ernsthafte Bedrohung wahrgenommen. Angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen Russland und der NATO rechnen 74 Prozent der Unternehmen mit einem erhöhten Risiko. 53 Prozent halten sogar eine militärische Konfrontation zwischen Russland und der NATO in den kommenden fünf Jahren für möglich. Vor diesem Hintergrund sehen 59 Prozent der Unternehmen es als wahrscheinlich an, selbst Ziel hybrider Angriffe zu werden.
Trotz dieses hohen Risikobewusstseins ist die Vorbereitung vieler Unternehmen noch unzureichend: Kein Unternehmen schätzt seine Schutzmaßnahmen als sehr gut ein. Lediglich 12 Prozent fühlen sich eher gut vorbereitet, 38 Prozent schätzen ihre Vorbereitung als eher schlecht ein, und 40 Prozent sehen ihre Schutzmaßnahmen sogar als unzureichend an.
Bei einem Internetausfall könnten Unternehmen im Durchschnitt nur rund 20 Stunden weiterarbeiten. 21 Prozent müssten den Betrieb sofort einstellen, während lediglich 8 Prozent länger als 48 Stunden handlungsfähig blieben.
Alle Inhalte auf einen Blick:
- Risikoeinschätzung für Deutschland
- Risikoeinschätzung für das eigene Unternehmen
- Gefährdete Branchen und Sektoren
- Relevanz von Ausfällen in Branchen und Sektoren
- Betriebsfähigkeit ohne Internet
- Personalressourcen im Krisenfall
- Informationsquellen im Krisenfall
- Krisenvorbereitung und -strategien im Unternehmen
- Investitionen in die Krisenvorbereitung
- Erwartungen und Forderungen an die Politik
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 604 Unternehmen ab 10 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 1 Mio. Euro oder mehr telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 47 2025 bis KW 3 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ.
