Gläserne Decke, Stereotype & Karrierehürden: Frauen fehlen in IT- und Digitalberufen

Der Software-Entwickler, der Programmierer oder der Cloud-Engineer – das Klischee von der Männerdomäne IT hält sich hartnäckig: Auch im Jahr 2026 sind noch 43 Prozent der Unternehmen der Ansicht, Männer seien für IT- und Digitalberufe besser geeignet. In fast jedem zweiten Unternehmen (48 Prozent) herrscht die Meinung vor, IT- und Digitalberufe würden Frauen abschrecken. 

In 89 Prozent der Unternehmen sind weniger als die Hälfte der Stellen in IT- und Digitalfachbereichen mit Frauen besetzt. Im Vorjahr lag dieser Anteil mit 94 Prozent etwas höher. Lediglich 9 Prozent berichten hier von einem annähernd ausgeglichenen Geschlechterverhältnis (2025: knapp 4 Prozent).

Grundsätzlich wünscht sich die deutsche Wirtschaft einen höheren Frauenanteil in IT- und Digitalfachbereichen. 4 Prozent der Unternehmen geben an, sich diesbezüglich interne Ziele gesteckt und diese schon erreicht zu haben. Fast jedes zehnte Unternehmen (9 Prozent) hat definierte Ziele mit Zeitplan. Ein Viertel der Unternehmen hat sich allgemeine Ziele gesteckt. 8 Prozent der Unternehmen planen Ziele, 15 Prozent diskutieren diese.

Alle Inhalte auf einen Blick: 

  • Gleichstellung als Chance für Unternehmen
  • Wahrnehmung und Einsatz von Maßnahmen zur Förderung von Frauen
  • Frauenanteil in der deutschen Wirtschaft: Allgemein, in IT- und Digitalfachbereichen und im internationalen Vergleich
  • Ziele und Recruiting-Maßen zur Erhöhung des Frauenanteils in IT- und Digitalberufen
  • Erwartungen an die Politik und an Unternehmen

Präsentation zum Download

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Interviews wurden mit der Führungsebene, Entscheiderinnen und Entscheidern und Personalchefinnen und -chefs durchgeführt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 50 2025 bis KW 6 2026 statt. 

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