Sorge um Stromnetz: Haushalte sehen Risiken durch Sabotage und Cyberangriffe

Der Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz oder das Feuer im Umspannwerk in Reutlingen: Mehrere Vorfälle haben in jüngster Zeit gezeigt, wie verletzlich kritische Infrastrukturen sein können. Die Sicherheitsrisiken werden von den Haushalten deutlich wahrgenommen. 74 Prozent halten das Stromnetz in Deutschland für anfällig gegenüber Sabotage oder gezielten physischen Angriffen, etwa auf Leitungen oder Umspannwerke. 71 Prozent sehen eine Anfälligkeit gegenüber Cyberangriffen.

Die Sorge um die Sicherheit der Energieversorgung bedeutet aber nicht, dass die Haushalte beim Umbau des Energiesystems auf die Bremse treten wollen. Im Gegenteil: 72 Prozent finden, dass die Energiewende in Deutschland zu langsam läuft – 39 Prozent sagen „viel zu langsam“, 33 Prozent „eher zu langsam“. Nur 9 Prozent halten das Tempo für genau richtig. Zugleich sagen 92 Prozent, steigende Energie- und Spritpreise zeigten, dass Deutschland von Öl und Gas schneller unabhängig werden müsse.

Alle Inhalte auf einen Blick:

  • Jährlicher Strom- und Energieverbrauch
  • Nutzung und Einstellung von Smart Metern sowie dynamischen Stromtarifen
  • Ängste und Sorgen hinsichtlich der Sicherheit des Stromnetzes (z. B. Sabotage, physische Angriffe)
  • Bewertung des aktuellen Stands der Energiewende in Deutschland
  • Einstellungen zur Energiewende
  • Politische Forderungen und Wünsche im Zusammenhang mit der Energiewende

Präsentation zum Download

 

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.002 Haushalte in Deutschland mit mindestens einer Person ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 16 bis KW 20 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ. 

 

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