Digitaltag-Studie: Nachholbedarf bei Digitalkompetenzen
Die Menschen in Deutschland bewerten ihre eigenen Digitalkompetenzen im Durchschnitt mit der Schulnote „befriedigend“ (2,6). Damit liegt die Selbsteinschätzung, wie sicher digitale Geräte bedient und Anwendungen wie Software oder Apps genutzt werden, insgesamt im mittleren Bereich. Besonders ausgeprägt sind dabei die Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Während sich die 16- bis 29-Jährigen im Schnitt die Note 2,1 vergeben, bewerten die über 75-Jährigen ihre digitalen Kompetenzen deutlich schwächer mit 3,6.
Grundsätzlich stehen die Menschen in Deutschland der Digitalisierung positiv gegenüber. 83 Prozent sehen sie als Chance für die Gesellschaft. Für viele sind digitale Geräte und Anwendungen längst fester Bestandteil des Alltags: 80 Prozent sagen, dass digitale Geräte und Anwendungen ihr Leben leichter machen, 78 Prozent können sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen. Zudem finden 63 Prozent, dass sich digitale Geräte und Anwendungen heute einfacher einrichten und in Betrieb nehmen lassen als früher.
Zugleich zeigt sich ein hohes Tempo der digitalen Transformation: Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) gibt an, dass sich digitale Technologien schneller weiterentwickeln, als sie sich die entsprechenden Fähigkeiten aneignen können. Zudem berichten mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent) von Hemmungen bei der Nutzung digitaler Angebote wie Online-Banking, Online-Shopping oder Behördendiensten.
Alle Inhalte auf einen Blick:
- Einstellung zur Digitalisierung
- Bewertung der Digitalkompetenzen
- Methoden zum Ausbau digitaler Kompetenzen
- Digitaltag als Beispiel zur Förderung digitaler Kompetenzen
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag der Initiative „Digital für alle“ durchgeführt hat. Dabei wurden 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 942 Internetnutzende. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 15 bis KW 19 2026 statt Die Umfrage ist repräsentativ.
