16 Monate – so lange könnten Deutschlands Unternehmen ohne Digitalimporte überleben
Die große Mehrheit der deutschen Unternehmen (96 Prozent) importiert digitale Technologien und Services aus dem Ausland. Doch was wäre, wenn diese plötzlich nicht mehr verfügbar wären? Wie lange könnten Deutschlands Unternehmen einen solchen Ausfall verkraften? Im Durchschnitt wären es 16 Monate.
Bei Ausfällen wäre besonders das Kerngeschäft betroffen: 93 Prozent der Unternehmen, die digitale Technologien und Leistungen aus dem Ausland beziehen, erwarten Auswirkungen auf ihre Produktion beziehungsweise Leistungserbringung. 91 Prozent rechnen mit Folgen für Vertrieb und Verkauf, 87 Prozent für Logistik und Lieferketten. Auch Einkauf und Beschaffung (79 Prozent), Kundenservice (78 Prozent) sowie IT-Betrieb und technische Infrastruktur (69 Prozent) könnten beeinträchtigt werden.
Um sich auf solche Ausfälle vorzubereiten und ihre Folgen möglichst gering zu halten, setzen viele Unternehmen bereits auf konkrete Maßnahmen. 44 Prozent beziehen verstärkt Anbieter aus Deutschland und Europa, um ihre Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu verringern. 41 Prozent halten größere Vorräte an wichtigen Bauteilen und Komponenten vor, um mögliche Lieferengpässe abzufedern. Weitere 40 Prozent bereiten sich darauf vor, bei Bedarf wichtige Anbieter und Systeme auswechseln zu können.
Alle Inhalte auf einen Blick:
- Import und Export digitaler Technologien und Leistungen
- Kriterien bei der Auswahl internationaler Geschäftspartner
- Einstellungen und Abhängigkeiten von Importländern wie den USA, China und Taiwan
- Auswirkungen eines Importstopps auf Unternehmen
- Maßnahmen zur Reduzierung digitaler Abhängigkeiten
- Investitionsvorhaben in Schlüsseltechnologien
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 602 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 33 bis KW 39 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ.
