Zu Ostern: Große Offenheit für digitale Angebote in Kirchen und Gemeinden
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Vor allem praktische Anwendungen stoßen auf breite Zustimmung
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Jede und jeder Zweite will Wlan in der Kirche
Berlin, 01. April 2026 – Ob Informationen zum Gottesdienst, eine digitale Spende oder die einfache Terminbuchung für Hochzeiten und Taufen: Wenn Kirchen und Religionsgemeinschaften digitale Angebote machen, trifft das in Deutschland auf viel Offenheit. Gerade zu Ostern wird deutlich, dass Religion und digitale Technologien für viele Menschen gut zusammenpassen. So halten 71 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger beispielsweise digitale Informationen in religiösen Gebäuden für sinnvoll, etwa vermittelt über QR-Codes. Fast zwei Drittel (63 Prozent) sagen dies über digitale Spendenmöglichkeiten, etwa bei der Kollekte. Und 59 Prozent sehen einen Nutzen in der digitalen Terminbuchung, etwa für Gespräche und Angebote rund um Seelsorge, Hochzeiten oder Trauerfeiern. Das sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Befragung unter 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, die anlässlich des Osterfests vom Digitalverband Bitkom durchgeführt wurde. Demnach finden Videos oder Podcasts von Religionsgemeinschaften zu Lebensfragen bei 48 Prozent Zuspruch. 47 Prozent befürworten Wlan in religiösen Einrichtungen wie Kirchen, Moscheen und Synagogen. „Interesse gibt es vor allem dort, wo digitale Lösungen praktisch helfen und niedrigschwellige Zugänge schaffen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Gerade zu Ostern zeigt sich, dass Tradition und Technologien für viele Menschen sehr gut zusammenpassen. Wenn Kirchen und Gemeinden Informationen leichter zugänglich machen, Spenden vereinfachen oder Termine digital anbieten, trifft das auf breite Zustimmung.“ Selbst die Einrichtung eines digitalen Beichtstuhls, der vor allem für katholische Menschen interessant sein könnte, wird von 23 Prozent der Bevölkerung für sinnvoll erachtet.
Ein Altersunterschied zeigt sich bei der Frage nach Online-Streams von Gottesdiensten oder Feiern. 47 Prozent der über 65-Jährigen finden dies konfessionsübergreifend sinnvoll, bei den unter 30-Jährigen sind es 37 Prozent (gesamt: 45 Prozent).
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 9 bis KW 12 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: „Unabhängig davon, ob Sie selbst religiös sind: Wie sinnvoll finden Sie die folgenden digitalen Angebote von Kirchen, Moscheen, Synagogen und anderen religiösen Gemeinden, z. B. für Information, Kultur, Gemeinschaft oder Unterstützung?“
