Unternehmen bauen Maßnahmen für mehr Diversität und Inklusion aus
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Stimmungsmache und Druck der US-Regierung lassen Unternehmen unbeeindruckt
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4 von 10 Unternehmen haben Ziele für mehr Diversität verankert
Berlin, 29. Mai 2026 – Jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) hat als Reaktion auf Stimmungsmache gegen Diversität und Inklusion Maßnahmen zu deren Förderung ausgebaut. Fast zwei Drittel (65 Prozent) haben nichts verändert, kein Unternehmen hat Maßnahmen wegen solcher Stimmungsmache zurückgefahren. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 600 Unternehmen in Deutschland anlässlich des internationalen Pride Month im Juni. „Wer Stimmung gegen Minderheiten macht, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schwächt zugleich den Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Wirtschaft lebt von Vielfalt – sie braucht unterschiedliche Erfahrungen, Hintergründe und Perspektiven, um ihre Innovationskraft und Leistungsfähigkeit zu erhalten.“
Auch politischer Druck durch die US-Regierung lässt die allermeisten deutschen Unternehmen bislang unbeeindruckt. So haben 82 Prozent ihre Maßnahmen zur Förderung von Diversität und Inklusion trotz des Drucks der US-Regierung unverändert fortgeführt, 4 Prozent haben sie ausgebaut. Lediglich 6 Prozent der Unternehmen haben ihre entsprechenden Aktivitäten in Reaktion auf die Aktivitäten der US-Regierung zurückgefahren. Auch die schwierige Konjunktur hat bislang nicht zu weniger Förderung von Diversität und Inklusion geführt. 74 Prozent der Unternehmen haben ihre Maßnahmen trotz der schwierigen konjunkturellen Lage nach eigenen Angaben unverändert gelassen, 13 Prozent haben sie weiter ausgebaut, nur 7 Prozent haben sie reduziert. Rohleder: „Diversität und Inklusion sind keine Schönwetterthemen. Sie sind in vielen Unternehmen gelebter Alltag – das zeigt sich gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.“
Dass Diversität in vielen Unternehmen Teil der Unternehmenskultur ist, zeigt auch die strategische Verankerung entsprechender Ziele. So haben 4 von 10 Unternehmen (39 Prozent) das Ziel verankert, die Diversität in der Belegschaft zu erhöhen. Dabei geben 6 Prozent der Unternehmen an, entsprechende Ziele bereits erreicht zu haben, 12 Prozent verfolgen konkret definierte Ziele mit Zeitplan und 21 Prozent wollen die Diversität allgemein erhöhen. Weitere 4 von 10 Unternehmen (39 Prozent) haben entsprechende Ziele noch nicht gesetzt, planen oder diskutieren dies allerdings. Dabei hat fast jedes achte Unternehmen dafür konkrete Pläne (13 Prozent), weitere 26 Prozent diskutieren darüber. Lediglich für 19 Prozent der Unternehmen ist die Verankerung von Diversitätszielen derzeit kein Thema.
Diversität steht im Fokus des weltweiten Pride Month. Der Aktionsmonat der LGBTQ+ Community findet jährlich vom 1. bis 30. Juni statt.
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Interviews wurden mit der Führungsebene, Entscheiderinnen und Entscheidern und Personalchefinnen und -chefs durchgeführt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 50 2025 bis KW 6 2026 statt. Die Fragestellungen lauteten: „Inwieweit haben folgende Entwicklungen Ihre Maßnahmen zur Förderung von Diversität und Inklusion beeinflusst?“ und „Hat sich Ihr Unternehmen interne Ziele gesteckt in Bezug auf die Erhöhung der Diversität?“

